Centinela … und ihr glücklicher Weg in die Eifel

aktion-gremlin-centinela21Das ist meine Geschichte von Centinela „Nela“ und wie diese wunderbare,  schöne,  liebe,  sanftmütige Stute es zu uns in die schöne Eifel geschafft hat.
Mein Name ist Wilma Bertram, ich bin 40 Jahre jung 😉 und poste schon mal was in der facebook-Gruppe „Feedbeack! Aktion Gremlin u. Finca Barroco“ über meine Nela.
Tja … wie es zum Kauf kam,  ist schon eine lange Geschichte.

Meine Stute Luna hatte letztes Jahr im Mai einen schlimmen Weideunfall und wurde sofort in die Klinik gebracht.  Blut überall am rechten Vorderbein, sodass die Tierärztin anfangs dachte, sie hätte sich eine Arterie durchtrennt! Sie kam sofort in den OP und da lag nun mein Mädchen und ich sollte über ihr Schicksal entscheiden.  Da nun anders diagnostiziert wurde, nämlich eine riesengroße Risswunde am Hufrand, war alles für mich völlig klar … Luna darf nicht sterben und so sagte ich der Ärztin, sie solle alles dran setzen, dass meine Luna wieder fit wird.  Gesagt getan … erstmal alles gut gegangen. 7 Monate später war noch nicht ganz klar, ob ich Luna nochmal voll belasten kann,  aber das war mir egal. Hauptsache sie läuft ohne Schmerzen zu haben in unserer Herde und wird alt bei mir.

Tja und dann ging es mit riesen Schritten auf meinen runden Geburtstag zu.  Eines Abends sah ich mir Fotos von Fohlen im Netz an und mein Lebensgefährte (Idi) sagte daraufhin zu mir: „Ich kauf dir eins zum Geburtstag!“ :-)
Das war das Schlagwort! Ich stöberte in jedem Internetportal rum und fand einen Jährling in Hessen „PRE“. Es musste ein Spanier werden,  weil meine Luna halb Spanierin ist. Ich rief bei den Leuten an und vereinbarte einen Termin für Ende März den Kleinen zu besichtigen. Dann kam die Frage auf … wohin eigentlich mit dem kleinen Hengst? Ich rief in unserer Gegend alle Reitställe an und fragte ob die Hengste nehmen würden, u.a. auch bei Josef Stamm.  Seine Frau sagte ich solle am Nachmittag mal kommen, dann wäre ihr Mann zu Hause.  Ich packte meine Freundin Steffi ins Auto und sagte: „Komm, wir müssen uns mal einen Stall für den kleinen Hengst angucken fahren.“
Als wir bei Josef Stamm dann auf dem Hof waren, fragte er mich „warum ich mir sowas antun wolle“… Er würde eine Frau kennen, die fertige Pferde aus Spanien vermittelt. Er habe schon welche da, die wir uns dann angeguckt haben. Aber er wolle mir den Hengst auch nicht ausreden,  aber ich sollte doch mal bei Facebook auf die Seite von Carmen Susenburger gehen und mir die Pferde mal angucken.

Tja, dann kamen die ersten Zweifel, SOLL ICH ODER SOLL ICH NICHT? Meine Freundin Steffi sagte: „komm wir gucken mal.“  Als Idi nach Hause kam,  berichtete ich ihm alles, auch von Carmens Seite. Er sagte: „Okay, dann retten wir halt eins aus Spanien!“
Zuerst dachte ich,  er meint das nicht ernst.  Am nächsten Tag fuhren wir morgens nochmal zu Stamms. Da standen ja jetzt schon Pferde von Carmen und sagte zu Idi: „Da siehst du wenigstens mal, was wir in etwa retten würden.“
Idi war total begeistert, als er die Pferde sah und sagte als wir nach Hause fuhren: „Wir retten eins aus Spanien! Hier in Deutschland gehen die Pferde bestimmt schnell weg. Sag den Termin für den Jährling ab und schau bei Carmen nach einem geeigneten Pferd.“

So fing es an. Am 18. März schrieb ich Carmen an, weil mir ein Hengst namens Algorrobo sehr gut gefiel und ob er noch zu haben wäre. Noch am selben Tag kam von Carmen die Rückantwort, dass Algor letzte Woche geschlachtet worden ist. Ich war so schockiert über das Ganze und fing sofort an zu heulen. Ich war so fassungslos,  dass ich zu mir sagte: „beim nächsten Pferd was dir zusagt, rufst du gleich bei Carmen an.“
So war es dann am 25. März! Die Bilder von Centinela wurden gepostet. Mein Bauchgefühl sagte: „RUF AN!“ und nach kurzer Überlegung griff ich zum Telefon. Tja und dann ging alles ganz schnell.  Geld wurde überwiesen, Sattel, Trense, Zaum wurde gleich alles mitbestellt.

UND DANN KAM DAS GROßE WARTEN! Ich war so voller Freude, dass ich es kaum abwarten konnte, Nela endlich bei mir zu haben. Am 8. April war es dann soweit … Nela ging auf die große Reise und ich hatte schlaflose Nächte. Am 11. April um viertel nach zwölf fuhr der Truck dann auf den Hof.  Mit beim Empfang waren Idi, Steffi und Lydia, die schön Fotos schossen, weil ich vor lauter Heulerei nichts mehr auf die Reihe bekam. Egal, mein Pferd stand da im Truck. Als erstes wurden die Pakete und Sattel ausgeladen, dann endlich öffneten die Fahrer den Truck. Es wurden mehrere Pferde ausgeladen dann endlich sah ich den Kopf von meiner Nela und schon war es um mich geschehen. Ich war am heulen wie ein kleines Kind! Dann wurde mir Nela übergeben – ich konnte mein Glück kaum fassen! Sie ist es, sie ist da und dazu noch so schön! Schöner als auf den Bildern! Mein neues Stütchen und so lieb!  Ich habe Nela in ihre Box geführt, Bilder wurden wieder geschossen und Nela fing an, Heu zu fressen, anschließend hat sie sich in die Box gelegt und wir haben ihr mal Ruhe gegönnt.
Idi hat 2 leckere Familienpizzen und Sekt geholt und alle haben auf unser neues Familienmitglied angestoßen. Am späten Nachmittag haben wir sie im Roundpen mal laufen lassen und wir waren alle total begeistert von ihr.

Nach drei Wochen habe ich Nela und Luna nach Hause geholt. Die beiden standen 1 Woche zusammen auf dem Hof zum aneinander  gewöhnen, was super gut funktioniert hat. Luna läuft wie eine Eins und wird nun von meiner Freundin Steffi, aber auch von mir geritten. Ich bin unendlich Stolz auf meine Weiber und freue mich jedesmal total aufs neue, irgendwas mit ihnen zu machen.  Ein kleiner Wanderritt von vier Tagen im September haben beide gut weg gesteckt. Nela ist absolut Eifel-tauglich!!!

Nela war ein Blindkauf, den ich bis heute nicht bereut habe! Im Gegenteil! Soviel LIEBE, wie Nela mir jeden Tag schenkt, ist unbeschreiblich.

Es war die beste Entscheidung, ein Pferd aus Spanien zu retten. Vielen Dank, Carmen Susenburger!

WILMA und CENTINELA „NELA“

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